Emotionales Essen ist für viele Frauen ein vertrautes Muster: Sie wissen genau, was sie essen sollten, sie haben unzählige Diäten ausprobiert, und trotzdem stellt sich kein dauerhafter Erfolg ein. Oft liegt der Grund nicht auf dem Teller – sondern tiefer.
In einem Gespräch über ihr Hörbuch „Löse deine Abnehmblockaden“ erklären Ernährungsberaterin Vera Sonnenleitner und ihr Co-Autor Abbas Schirmohammadi, warum nachhaltige Veränderung im Inneren beginnt – und wie ein wertschätzender Umgang mit sich selbst dabei helfen kann.
Wenn Diäten allein nicht weiterhelfen
„Es ist naheliegend, dass wir versuchen, Dinge zuerst im Außen zu verändern“, sagt Vera Sonnenleitner. Doch wenn sich trotz aller Mühe nichts bewegt, hat das meist einen Grund. Manchmal sind es Muster aus der Kindheit, die heute nicht mehr bewusst sind, oder innere Glaubenssätze, die das eigene Handeln unbemerkt steuern.
Vera selbst erlebte ihre ersten echten Fortschritte während ihrer Kinesiologie-Ausbildung. Sie begann, sich Fragen zu stellen wie: Wofür halte ich das Gewicht eigentlich fest? Was schützt es vielleicht? Als ihr klar wurde, welche Rolle das Unterbewusstsein spielt, verstand sie: Solange sich dort nichts verändert, kann selbst die beste Ernährungsumstellung nur kurzfristig wirken.
Der Körper ist kein Feind
Eine zentrale Botschaft zieht sich durch das ganze Konzept: Der Körper arbeitet nicht gegen uns – er versucht, uns zu schützen. Essverhalten ist selten Ausdruck von Schwäche, sondern oft eine Lösung für etwas, das anders nicht zu bewältigen war.
Viele Frauen stecken in einem Dauerkampf mit sich selbst: Sie kritisieren ihren Körper, ihr Essverhalten, ihre vermeintliche Disziplinlosigkeit. Diese Härte erzeugt Druck – und der führt häufig dazu, dass wieder zu Essen als Trost oder Belohnung gegriffen wird. Genau hier zeigt sich emotionales Essen in seiner typischen Form: als Kreislauf, der sich nur durchbrechen lässt, wenn man ihn mit mehr Verständnis statt mit noch mehr Strenge betrachtet.
Selbstmitgefühl statt Selbstkritik
Statt die innere Kritikerin weiter anzufeuern, geht es darum, sich selbst zu begegnen wie einer guten Freundin, die gerade kämpft und Unterstützung braucht. Aus diesem Mitgefühl heraus entsteht eine andere Motivation – weg von „Ich muss mich endlich in den Griff kriegen“ hin zu „Ich möchte gut für mich sorgen“.
Dieser Perspektivwechsel ist kein Wellness-Beiwerk, sondern der eigentliche Schlüssel. Wer aus Selbstfürsorge statt aus Selbsthass handelt, trifft langfristig stimmigere Entscheidungen.
Was ein Hörbuch leisten kann – und was nicht
Ein Hörbuch ersetzt keine persönliche Therapie. Aber es kann ein erster geschützter Raum sein, in dem Frauen sich trauen, ehrlich mit sich selbst zu sein – zu Hause, im eigenen Tempo, ohne sich erklären zu müssen.
Co-Autor Abbas Schirmohammadi, Heilpraktiker für Psychotherapie und seit über 15 Jahren auf Meditations- und Gesundheits-Audioprogramme spezialisiert, beschreibt das Ziel so: Die Hörerinnen sollen spüren, dass sie mit ihrem Thema nicht allein sind. Von diesem Gefühl aus wird es leichter, weitere Schritte zu gehen – sei es eine Ernährungsumstellung, eine Beratung oder ein Coaching.
Emotionales Essen verändern – in kleinen Schritten
Sinnvoll ist es, kleine Rituale zu schaffen: morgens eine kurze achtsame Ausrichtung auf den Tag, abends eine ruhigere Sequenz, um Anspannung loszulassen. Lieber regelmäßig in kleinen Schritten als einmal pro Woche alles auf einmal. Das Unterbewusstsein liebt Wiederholung – je öfter neue Bilder und Gedanken Raum bekommen, desto eher können sich neue Wege bahnen.
Am Ende geht es nicht um eine bestimmte Zahl auf der Waage, sondern um eine freundlichere Beziehung zu sich selbst. Wenn dieser innere Schalter umgelegt wird, entsteht der Raum, in dem nachhaltige Veränderung überhaupt erst möglich wird.
Mehr über das Hörbuch „Löse deine Abnehmblockaden“ von Vera Sonnenleitner und Abbas Schirmohammadi erfährst du hier: https://die-schlankmacherei.de/hoerbuch/

